Herbert Strate-Preis (14.11.17)

Mit dem Herbert Strate-Preis erinnern die Film- und Medienstiftung NRW und der HDF Kino e.V. an Herbert Strate, der 2004 im Alter von 82 Jahren starb. Der Kinobetreiber hat sich als langjähriger Präsident der FFA und des Hauptverbands deutscher Filmtheater große Verdienste um den deutschen Film erworben. Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung ehrt Menschen, die Strates Beispiel folgen und sich um den deutschen Film verdient gemacht haben. Sie wird im Rahmen der Verleihung des Kinoprogrammpreises NRW überreicht.

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Herbert Strate-Preis 2017 für Peter Sundarp

(Foto: Central Film Verleih)

Der Filmverleiher Peter Sundarp, Geschäftsführer des Central Film Verleih, erhält in diesem Jahr den mit 20.000 Euro dotierten Herbert Strate-Preis. Die von der Film- und Medienstiftung NRW und dem HDF Kino e.V. seit 2004 jährlich vergebene Auszeichnung ehrt Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um das deutsche Kino verdient gemacht haben. Die 14. Verleihung findet am Dienstag, 14. November, im Rahmen des Kinoprogrammpreis NRW statt.

„Peter Sundarp ist ein Urgestein des deutschen Kinos. Seit einem halben Jahrhundert im Filmgeschäft hat er mit großem Engagement und sehr erfolgreich deutsche und internationale Filme ins Kino gebracht, und das mit besonderem Gespür für die Filme und ihre Macher, die Bedürfnisse von Kinobetreibern und Publikum”, so
Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW und Dr. Thomas Negele, Vorstandsvorsitzender des HDF Kino e.V. „Glaubt man seinem Motto, so hat er weiterhin Lust, in der Branche zu arbeiten. Das sollte er unbedingt tun. Aber jetzt ist der Moment, ihn für seine großen Verdienste um das deutsche Kino mit dem Herbert Strate-Preis auszuzeichnen. Herzlichen Glückwunsch, Peter Sundarp!“

Jury und Jurybegründung

Der Jury gehören Filmstiftungs-Geschäftsführerin Petra Müller, der Vorstandsvorsitzende des HDF Kino e.V., Dr. Thomas Negele, und die Kinobetreiberin Margarete Papenhoff an. In deren Begründung heißt es: „Als Verleiher und Kinobetreiber, als Produzent und Filmfunktionär hat Peter Sundarp wie kaum ein Zweiter die deutsche Kinolandschaft mitgestaltet. Bestens vertraut mit allen Facetten des Filmgeschäfts und allseits geschätzt für seine persönliche Integrität hat er sich höchste Anerkennung in der gesamten deutschen Filmbranche erworben. Von den 60er Jahren bis heute hat er einer Vielzahl von Filmen unterschiedlichster Genres zum Erfolg im Kino verholfen. Mit seinem Einsatz hat er dazu beigetragen, dass der deutsche Film in den Filmtheatern weiterhin stark präsent ist. Allein hierfür gebührt ihm die Auszeichnung mit dem Strate-Preis. Durch seine ehrenamtlichen Tätigkeiten in zahlreichen Fachgremien und -verbänden hat er gleichzeitig Verantwortung für die notwendigen politischen Rahmenbedingungen für das Kino in Deutschland bewiesen. Filmkunst entfaltet sich am besten an dem Ort, für den sie geschaffen wurde – im Kino. Persönlichkeiten wie Peter Sundarp stehen dafür, dass dies auch künftig so sein kann.“

Über den Preisträger

Geboren 1943, ist Peter Sundarp heute Geschäftsführer des Central Film Verleih, Mitglied des Präsidiums der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO) sowie geschäftsführendes Vorstandsmitglied im Verband der Filmverleiher e. V. (VdF). Darüber hinaus lehrte Sundarp über viele Jahre an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ (heute: Filmuniversität Babelsberg). Für seinen Einsatz für den deutschen Kinofilm wurde Sundarp im November vergangenen Jahres mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, und bei der diesjährigen Berlinale erhielt er den von der AG Verleih erstmals vergebenen Ehrenpreis der unabhängigen Filmverleiher.

Von Hause aus Kaufmann, kam Peter Sundarp 1966 zu Horst Wendlandts Rialto-Film, Berlin, wo er zunächst als Filmgeschäftsführer arbeitete. 1970 wechselte er zu Tobis Film, wo er fast 25 Jahre lang als Verleihchef tätig war. 1994 gründete er den Central Film Verleih. Hier zeichnete er verantwortlich für die Herausbringung der Charlie Chaplin-Filme, sowie sämtlicher Filme von Bud Spencer und Terence Hill, Otto Waalkes und Loriot. Es folgten u.a. die Filme von Joseph Vilsmaier („Comedian Harmonists“) und weitere große deutsche Kinoerfolge wie „Bang Boom Bang“, „Das Wunder von Bern“ oder „Lammbock“. Er machte sich zudem einen Namen als deutscher Verleiher großer internationaler Filmerfolge wie „Chocolat“,„Der Vorleser”, „The King’s Speech” oder „Ziemlich beste Freunde“.

Bisherige Preisträger